Wie? Was? Warum?

Wirma Chenso!
Knallige Beats, treibende Riffs und herzensehrliche Lyrics, die tief aus der Seele kommen und einen treffen – das ist Wirma Chenso ([viːɐ̯ma ˈtʃenso], wirma tschenso). Die Klangfarbe der Band ist mal poppig, mal gefühlvoll, aber immer abgrundtief ehrlich.
Die Jungs kombinieren elektronischen Sound mit bayerischen tiefsinnigen Texten ohne Kitsch.
„Wir sind alle hochgradig emotional, jeder auf seine Weise und das gibt unseren Songs genau die richtige Würze.“, sagt Flo Friedl – Frontman der Band. Wir – das sind Hannes, Michi, Gerhard, Simon und eben Flo. Bei ihm begann alles nicht so rosig: Frühe musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen, bis ihm seine Lehrer nahelegten, die Schule zu verlassen. Klar, nicht wegen seiner musikalischen Leistung, sondern wegen der schulischen. Doch trotzdem ist bei ihm kein Groll zu spüren, sondern echte Dankbarkeit: „Ich hab immer mit Herzblut gesungen, aber ich war ein fauler Schüler. Mein Chorleiter Georg Ratzinger hat mich dabei sehr geprägt.“ Ein Scheitern war bei ihm nicht vorprogrammiert. Warum? Ganz einfach: „Ich hatte das Glück, fantastische Eltern zu haben, die mir immer wieder unter die Arme gegriffen und mich auch musikalisch inspiriert haben.“ Das bringt ihm zum Musikstudium mit Gesang und Saxofon und man hört es sofort an seiner charismatischen, bluesig-warmen oder auch rockigen Stimme.
So ähnlich gings auch bei Simon zu, der mehrere Instrumente nicht nur spielt, sondern beherrscht. Sein erstes Instrument ist der Bass. Grund: „Ich habe die klassische Gitarre meines Vaters im Keller gefunden. Leider mit nur vier Saiten. Daher lernte ich Bass.“ Logisch, oder?
Egal ob Bass, Schlagzeug, Gitarre oder Klavier – er spielt sie alle. Ein musikalisch bunter Hund eben. Der Vater ist Dozent für Trompete und schulpraktisches Klavierspiel an der Uni Regensburg und Dozent an der Hochschule für Musik in München und, und, und noch viel mehr, doch das steht in dessen Biographie…
Klar ist, dass das auf Simon abfärbt. Er hat ein Gespür für den letzten Kick (im wahrsten Sinne des Wortes), für die letzte Konsequenz, die der Song braucht.
Hannes und Michi sind das Geschwisterpaar bei Wirma Chenso. Sie haben sich das Gitarrenspiel autodidaktisch beigebracht und auch sie haben die musikalischen Vorlieben ihrer Eltern verinnerlicht: „Als unser Papa uns das erste Mal „A Hard day‘s Night“ gezeigt hat, wussten wir, wir wollen Gitarre spielen und Musik machen.“
Da die Band keinen Bassisten findet, sattelt Hannes bereits kurz nach der Gründung von der Gitarre auf den Bass um. Damals hießen sie noch „The Oldschool“. Sein Bruder Michi tritt in dieselben Fußstapfen. Michi trommelt anfangs auf dem Mickey Mouse Schlagzeug zu den Gitarrenriffs seines Bruder. Irgendwann dann am richtigen Set. „Als kleiner Bruder eiferte ich dem Hannes in allem nach! Deswegen schnappte ich mir dann die Gitarre.“, blickt Michi zurück. „Mit der Lektüre The Beatles – Complete Stores funktionierte die Umschulung recht gut.“ Sein Gitarrenspiel entwickelte sich, als er John Mayers Album „Continuum“ entdeckte. „Diese gefühlvollen Solos und melodiösen Licks, dieses Verständnis der Gitarre, die sich durch den Sound und der Art und Weise des Spiels ideal in den Song einfügt – damit konnte ich mich perfekt identifizieren.“ Flo beschreibt es so: „Michis Gitarrenspiel erzeugt in mir immer eine innere Wärme, manchmal auch Gänsehaut. Egal, ob er zu einem Elektro-Pop-Song spielt oder sich im Blues verliert – sein Sound wirft mich immer um!“
Gerhard (kurz: Geri) stößt während der Corona-Welle zur Band. Der studierte Kirchenmusiker kommt wieder aus einer ganz anderen Schiene und bringt die Jungs durch eine andere Sicht der (musikalischen) Dinge ein ganzes Stück weiter. Ohne auch nur einmal live mit den Jungs gespielt zu haben, haut er ohne Zögern bei einem großen Video-Streaming-Konzert für die Band in die Tasten. Hier entsteht auch die Endversion zu dem bayerischen Cover von Avicii’s „Wake me up“ – „Weck mi af“ und allen ist danach klar: Wir sind endlich komplett!
Flo schreibt zu „Wake me up“ einen kunstvoll übersetzten Text in bayrischer Mundart und das bayerische Cover kommt an, nicht nur bei den Fans. Auch der Artist-Coach Saskia Rienth ist begeistert und hilft der Band bei der Identitätsfindung. Heraus kommt die Band: Wirma Chenso – Wir machen so.
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